Frauen in der Armee

Teilnehmer: Gregor Kramer (GK) und Kerim Mechti (KM), beide arbeiten beim Kreiskommando Thurgau. Die beiden Interviewten werden unter den Initialen namentlich im Text genannt, wobei Antworten auch gemeinsam beantwortet wurden/werden.

Frauen in der Armee

Wie sieht das zukünftige Militär aus? Auf welche Schwerpunkte setzen Sie? Welche Rolle spielt der Frauenanteil (10% bis 2030)?
Team:
Meines Erachtens nach ist es eine Bereicherung, dass Frauen ins Militär kommen. Denn sie möchten den Schritt freiwillig gehen und mehr über sich selbst erfahren. Persönlich unterstütze ich sie gerne auf diesem Weg! Das allgemeine Ziel, den Frauenanteil von 10% bis 2030 zu erhöhen, sehe ich als sehr schwierig an. Doch begrüssen wir gerne die Diskussionen über mögliche Dienstmodellwechsel, aber auch gegenüber dem Zivilschutz, -dienst sind wir offen.
Der relevante Punkt in der Diskussion von einem gleichgestellten Militärdienst ist, dass freiwillige Personen, bis dato die Frauen, eine andere Motivation als Männer verspüren. Ob die Änderung, den Orientierungstag für Frauen obligatorisch zu machen, daran etwas ändert, bezweifeln wir.
Doch den weiblichen Trend sehen wir auch bei den Kampftruppen: So hatten wir in jeder Kompanie früher immer 2 Frauen, welches den Ehrgeiz der Männer förderte und diese schlussendlich leistungsfähiger wurden. Als Frau muss man sich Gedanken machen, in welche Richtung man gehen will!
Gerade in dieser Frage sollten die gesellschaftlichen Probleme wie auch die Kultur berücksichtigt werden! Denn Gleichberechtigung steht über allem.

Inwiefern können Frauen durch ein Militär-Engagement profitieren?
Team:
Die Achtung gegenüber Frauen ist da! Viele möchten eine freiwillige Kaderkarriere anstreben und so geniesst man als Frau meistens grossen Respekt im zivilen Alltag.
Egal ob Frau oder Mann, man hilft sich gegenseitig. Auch in der Privatwirtschaft hilft es Frauen gegenüber ihren Angestellten sagen zu können: "Ich habe auch Militär gemacht und weiss was das heisst!”

Kerim Mechti
Gregor Kramer
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